Indiaca-Turnier | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Wieder tolle Stimmung in der Sport- und Kulturhalle

Indiaca-Turnier

Seinen Ursprung hatte das Indiaca-Turnier der Jugendfeuerwehren des Rhein-Neckar-Kreises im Jahr 1989. Hier war beim auf dem Jugendzeltplatz in Reichartshausen stattgefundenen Pfingst-Kreisjugendzeltlager mit 520 Teilnehmern u.a. ein Indiaca-Turnier geplant. „Das Wetter war am ersten Tag beim Aufbau noch gut. Dann wurde es dermaßen schlecht, dass man im Freien nichts mehr machen konnte. Es war so matschig, dass die Feuerwehrstiefel im Schlamm steckenblieben und die Verwüstungen dermaßen schlimm, dass die Epfenbacher Wehr den Platz wieder neu einsäen musste“ erinnert sich der ehemalige Kommandant Reinhard Emmerich zurück. Er ging daraufhin zum damaligen Bürgermeister Willi Kuch, um wegen einer Verlegung der Veranstaltung in die Epfenbacher Halle anzufragen. Dieser sagte sofort zu. „Die Kinder wurden mit MTW hergefahren oder sind gelaufen. Die damalige Kreisleitung schlug nach dem erfolgreichen Verlauf vor, das Turnier jährlich abzuhalten, was auch bis auf die zweijährige Pause in der Corona-Zeit der Fall war. Es ist die einzige Jugendfeuerwehr-Veranstaltung im Rhein-Neckar-Kreis, die sich über eine so lange Zeit gehalten hat und immer unter großer Resonanz stattfindet“ meinte Emmerich. Auch Bürgermeister Pascal Wasow ist stolz auf diese lange Tradition. „Das Turnier ist seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil unseres Gemeindelebens. Es verbindet sportlichen Ehrgeiz mit Kameradschaft und zeigt eindrucksvoll, wie viel Engagement in unserer Feuerwehr und unserer Dorfgemeinschaft steckt. Besonders beeindruckend ist, dass hier Generationen zusammenkommen und Teamgeist sowie Fairness im Mittelpunkt stehen. Solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt und machen Epfenbach zu dem, was es ist: eine lebendige Gemeinschaft“ meinte das Ortsoberhaupt. Seit über 20 Jahren gibt es auch ein Aktiventurnier, das am Samstagabend stattfindet und bis weit nach Mitternacht abläuft. Nach der Siegerehrung schließt das Orga-Team dann die Halle, da es am nächsten Morgen bereits wieder weitergeht. „Freitags nehmen sich einige Urlaub, um die Besorgungen und Abholungen zu tätigen. Während der Aufbau am Freitagabend ca. fünf Stunden benötigt und mit etwa 15 bis 20 Personen bewältigt wird, dauert der Abbau meist etwa sieben Stunden. Die Küche ist der Hauptputzpunkt“ meinte Jugendfeuerwehrwart Fabian Hafner. Die Anschreiben an die Wehren gehen im Januar raus und bis drei Wochen vor Turnierbeginn hat man Zeit, sich anzumelden. „Diesmal war es recht turbulent, da der Spielplan erst montags vorher erstellt war. Die Planungen liefen seit Jahresbeginn“ berichtete Hafner. Es hat sich im Laufe der Zeit so manches gewandelt. Bei der Turnierleitung hat vor fünf Jahren die Technik Einzug gehalten. Früher sei alles handschriftlich vorgenommen worden, jetzt stehen Computer zur Verfügung. Es gibt eine elektronische Ergebnisanzeige, einen Schiedsrichter-Monitor und eine Spielplananzeige mit den aktuellen Ergebnissen in den Sitzbereichen. Seit einigen Jahren sind auch zusätzliche Sitzgelegenheiten auf der Bühne eingerichtet. Zum Verzehr stehen Hamburger, Cheesburger, Chicken Nuggets, Steaks und Würste sowie Waffeln bereit.

Routiniert wie gewohnt wurde auch das 35. Indiacaturnier der Jugendfeuerwehren des Rhein-Neckar-Kreises durch die Jugendfeuerwehr und aktive Wehr Epfenbach ohne Komplikationen durchgezogen. Alle hatten viel Spaß und es herrschte über die gesamten zwei Turniertage eine lockere, gelöste Stimmung. Dem Trend der Einführung von Kids-Feuerwehren wurde auch diesmal wieder Rechnung getragen. Denn es stand erneut ein Kids-Turnier der Sechs- bis Zehnjährigen an. Daran beteiligten sich diesmal acht Mannschaften. Turniersieger wurden die Kids Waibstadt 2, welche im Endspiel gegen Meckesheim/Mönchzell 1 mit 21:10 siegten. Das Spiel um Platz 3 gewann Meckesheim/Mönchzell klar mit 23:5 gegen Epfenbach 1. Nach spannenden Vorrundenspielen standen die Zwischenrundenteilnehmer bei den Jugendlichen fest. Beim jüngeren Jahrgang (bis 14 Jahre), an dem sich 14 Mannschaften beteiligten, gewann im Spiel um Platz 3 Eschelbronn/Neidenstein gegen Ladenburg mit 25:18. Knapp war es im Endspiel, wo sich Helmstadt 1 mit 23:20 gegen Hooffenheim/Sinsheim/Zuzenhausen 1 durchsetzte. Beim älteren Jahrgang (15 – 18 Jahre), bei dem zwölf Teams am Start waren, gewann im Spiel um Platz 3 Bargen gegen Helmstadt 3 mit 20:15. Das Finale entschiedLobbach 1 mit 22:14 gegen Meckesheim/Mönchzell 3 für sich. Bei den Aktiven wurde am Samstagabend das volle Programm mit 17 Teams absolviert. Im Spiel um Platz 3 behielt Waibstadt/Daisbach 1 mit 15:12 gegen Bargen die Oberhand. Im Endspiel trafen Zuzenhausen 2 und Hoffenheim aufeinander. Zuzenhausen hatte am Ende nach klar mit 22:9 die Nase vorn.

Bei der Siegerehrung wirkten Bürgermeister Pascal Wasow, Kreisbrandmeisterin Stefanie Heck und Unterkreisführer Oliver Kohlhepp mit, welche die Urkunden zusammen dem Epfenbacher Jugendfeuerwehrwart Fabian Hafner überreichten. Die Siegerehrung der Aktiven nahmen Unterkreisführer Oliver Kohlhepp und Jugendfeuerwehrwart Fabian Hafner vor. Bei der Jugend waren der stellvertretende Kreisbrandmeister Ingo Schmiedeberg und Bereichsleiter Jan Willfahrt an der Reihe. Der Dank von Jugendfeuerwehrwart Fabian Hafner galt neben den Spielern, Betreuern und Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen vor allem auch den im Einsatz befindlichen Schiedsrichtern Michael Wolf, Kerstin Jungbauer, Stefan und Isabel Glasl, André Neu, Katrin Koch, Sebastian Stadler und Jennifer Nitsch. Er bedankte sich auch bei Jan Willfahrt, Anke Wolf und Kerstin Jungbauer für die Turnierleitung. Auch er selbst war hier mit dabei. Der Spaß am „Spiel mit der Feder“ stand größtenteils sowohl bei den Jugendlichen als auch den Aktiven im Vordergrund und so gab es allseits strahlende Gesichter und viele nette Gespräche. Wieder einmal war das längst zur Tradition gewordene Indiaca-Turnier allseits sehr gut angekommen. Für Speis und Trank sorgte ein engagiertes Küchen- und Ausschankteam, bestehend aus Jugendfeuerwehrmitgliedern und aktiven Wehrangehörigen, welches fast keine Wünsche offenließ.