Kürzlich fand die Jubelkonfirmation (Diamant, Eisern, Gnaden, Kronjuwelen und Eichenkonfirmation) in der evangelischen Kirche Spechbach statt. Aufgrund der starken Hitze wurde Trinkwasser in der sehr gut besetzten Kirche verteilt. Die Liedwünsche „Er weckt mich alle Morgen“, „Lobet den Herren“, „Vertraut den neuen Wegen und „Komm Herr, segne uns“ wurden stimmgewaltig gesungen. Sie mussten damals allesamt auswendig gelernt werden. In ihrer Predigt ging Pfarrerin Ulrike Walter darauf ein, dass in diesen Tagen viel über die Fußball-Weltmeisterschaft gesprochen und diskutiert werde. Das war z.B. auch vor 60 Jahren der Fall, als die heutigen Diamantenen Konfirmanden zur Einsegnung traten. Im Jahr 1966 wurde das berühmte Finale zwischen Deutschland und England mit dem legendären Wembley-Tor ausgetragen. „Bei Pfarrer Hasenbrink gab es Kopfnüsse oder der Schlüsselbund flog immer wieder über und auch an die Köpfe“ zitierte die Pfarrerin einen Kommentar eines damaligen Konfirmanden. Trotzdem habe es Zusammenhalt und Spaß gegeben. Man habe damals viele Träume gehabt und wollte immer auf der Siegerstraße unterwegs sein. Auch in der Bibel begegnet einem mit Oberzöllner Zachäus jemand, der zunächst ganz oben angekommen zu sein scheint. Doch Erfolg allein mache nicht glücklich und die Menschen mieden und verachteten ihn. Er stand regelrecht im Abseits. Das könne auch uns passieren durch eine Krankheit, den Tod eines geliebten Menschen oder aus anderen Gründen. Jesus holte Zachäus, der sich auf einem Baum platziert hatte, um ihn zu sehen, ins Spiel zurück. Er begann daraufhin, anders zu leben und zurückzugeben, was er anderen genommen hatte. Auch beim Fußball entstehe der Erfolg erst im Zusammenspiel. Jesus habe uns rückblickend in unserem Leben immer wieder aus dem Abseits geholt. „Die Fußball-Weltmeisterschaft wird bald vorbei sein. Dann wird eine Mannschaft den Pokal in die Höhe halten. Alle anderen fahren ohne Trophäe nach Hause. Im Reich Gottes ist das anders. Dort entscheidet nicht, wer die meisten Tore geschossen hat. Dort zählt nicht die Bilanz unseres Lebens. Dort gilt die Einladung Jesu: Komm herunter. Ich möchte bei dir einkehren" führte Pfarrerin Walter aus. Der Gottesdienst wurde durch den evangelischen Kirchenchor unter der Leitung von Sibylle Ziegler feierlich mitgestaltet. Die Jubelkonfirmandinnnen und –konfirmanden wurden gesegnet, die Konfirmationssprüche nochmals verlesen und eine Urkunde überreicht. Gemeinsam feierten die insgesamt 29 Jubelkonfirmandinnen und –konfirmanden das heilige Abendmahl. Beim Fürbittengebet wirkten die Jubelkonfirmandinnen Sieglinde Angst (Eiserne Konfirmation) sowie Hannelore Förster und Helma Ziegler (Diamantene Konfirmation) aktiv mit. Mit dem Wochenspruch „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ und dem Segen beendete Pfarrerin Ulrike Walter den Gottesdienst und die Gottesdienst-Teilnehmer wurden in die tropische Hitze entlassen.
Folgende Jubelkonfirmandinnen und –konfirmanden waren dabei:
Konfirmation 1946 (Eichenkonfirmation – 80 Jahre) Pfarrer Schultheiss
in Spechbach
Emil Streng
Konfirmation 1951 (Kronjuwelenkonfirmation – 75 Jahre) Pfarrer Schultheiss
in Epfenbach
Gertrud Emmerich geb. Kirsch
Konfirmation 1956 (Gnadenkonfirmation – 70 Jahre)
in Epfenbach
Ute Leinberger geb. Seitz
in Spechbach
Hans Abele
Hermann Bing
Gerhard Stahl
Konfirmation 1961 (Eiserne Konfirmation – 65 Jahre)
in Epfenbach
Herbert Ambiel
Gabriele Ernst geb. Arnold
Sieglinde Angst geb. Palmer
Helmut Doll
in Spechbach
Helmut Groß
Kurt Reinmuth
Irmgard Renner geb. Ernst
Konfirmation 1966 (Diamantene Konfirmation – 60 Jahre)
in Epfenbach
Joachim Ziegler
Roland Ernst
Friedrich Ambiel
Rudi Haase
Berthold Szobotka
Stefan Zeller
Jochen Kuch
Christa Heid geb. Wolf
Heidrun Ebert geb. Fischer
Hannelore Förster geb. Ziegler
Jutta Ernst geb. Sauter
Anneliese Hagner geb. Schwing
in Spechbach
Ruth Kaufmann
Annerose Heinzmann geb. Ziegler
Helma Ziegler geb. Bing
Hildegard Schmitt geb. Augspurger