Epfenbach (oh)
Der zentrale Tagesordnungspunkt der kürzlich durchgeführten Gemeindeversammlung bei der evangelischen Kirchengemeinde war die Gebäudesituation. In ihrer kurzen Andacht ging Pfarrerin Ulrike Walter zu Beginn auf das Wort „Alles hat seine Zeit“ ein. Sie erwähnte dabei, dass im Jahr 1965 bei der Grundsteinlegung des Gemeindehauses mit viel Engagement und einigen Spenden gebaut worden sei. Finanzielle Gründe zwängen jetzt dazu, loszulassen und Raum für Neues zu schaffen. Für den Erhalt des Carl-Ullmann-Hauses mit Kindergarten, Wohnung und Außenbereich müssten Substanzerhaltungsrücklagen gebildet werden – und das seit dem Doppelhaushalt 2025/26 in doppelter Höhe. „Der Haushalt kann nicht mehr ausgeglichen werden und daher gibt es seit etwa einem Jahr Gespräche mit der Kommune. Der Gemeinderaum soll auch weiterhin öffentlich zugänglich sein. Die Kirche steht bei der Übernahme durch die politische Gemeinde nicht mehr in der Verantwortung“ meinte Pfarrerin Ulrike Walter. Bürgermeister Pascal Wasow unterrichtete die Besucherinnen und Besucher, dass seitens des Gemeinderates noch kein konkreter Beschluss gefasst worden sei. Doch es sei klar, dass das Gebäude erworben werden solle und sich an der Nutzung zunächst nichts ändern werde. „Es ist ein wichtiges Thema, was auch die große Resonanz zeigt. Es ist klar, dass wir tätig werden müssen. Eine Einigung ist inzwischen erfolgt und in den nächsten zehn Jahren wird sich somit nichts ändern. Mitte des Jahres soll der Kauf dann vonstattengehen und das Gebäude wird weiterhin ein Raum der Begegnung bleiben“ meinte Bürgermeister Pascal Wasow. Etliche Detailfragen seien noch zu klären, aber grundsätzlich sei man sich einig. Kirche und Pfarrhaus sind im Eigentum der Pflege Schönau und daher nicht in der Entscheidungsgewalt der evangelischen Kirchengemeinde. In seinem Bericht ging der Kirchengemeinderatsvorsitzende Joachim Ackermann darauf ein, dass sich für die Wahlen des Gremiums die erforderlichen vier Kandidaten gefunden hätten. Sie haben sich mittlerweile konstituiert. Es finden wieder gemeinsame Sitzungen mit dem Spechbacher Gremium statt. Die Planungen für den Kindergarten nähmen recht viel Zeit in Anspruch. Dazu kämen die Planungen und die anstehenden Veränderungen durch den neuen Kooperationsraum. Eine gemeinsame Homepage werde noch erstellt, wobei der erste gemeinsame Gemeindebrief der Kirchengemeinden aus der Nordregion bereits verteilt worden ist. Er wird dreimal jährlich erscheinen. Ackermann gab noch bekannt, dass die neuen Konfirmanden wahlwiese den Unterricht in Eschelbronn, Helmstadt oder Neckarbischofsheim besuchen können. In Epfenbach und Spechbach findet keiner statt. Pfarrerin Ulrike Walter geht zum 31. Dezember 2026 in den Ruhestand. Die Verabschiedung ist für Sonntag, 17. Januar 2027 um 14.00 Uhr vorgesehen. Die Pfarrerin gab im Anschluss noch einige Termine bekannt, wobei sie besonders auf den Besuch der Partnergemeinde aus Hangelsberg zwischen dem 04. und 07. Juni einging. Die ehemaligen Pfarrer Kusterer und Leonhardt werden anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft anwesend sein. U.a. findet eine Fahrt nach Heidelberg statt. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst endet sonntags das Treffen. Pfarrerin Walter wies noch auf den Begegnungsnachmittag am Donnerstag, 07. Mai hin, wo um 13.30 Uhr ein Besuch der Klosterkirche in Lobenfeld vorgesehen ist. Einige Fragen aus der Runde beschäftigten dann noch. So wurde bekanntgegeben, dass es in Sachen Kirchendiener noch keine Neuigkeiten gäbe. Das Einsammeln der Kollekten werde in den einzelnen Gemeinden unterschiedlich gehandhabt – im Lied vor der Predigt oder beim Ausgang. Hier wird sich der Kirchengemeinderat noch einmal über eine evtl. Änderung Gedanken machen. So verhalte es sich auch beim Orgelnachspiel, wo teilweise die Gemeindeglieder sitzen bleiben während es andere als Auszugsmusik ansehen. Zur Renovierung der Orgel gab es unterschiedliche Meinungen, welche von „das lohnt sich nicht für die wenigen Kirchenbesucher“ bis zu „die Orgel ist ein Kulturgut, das es zu erhalten gilt“ reichten.